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Donnerstag
16.12.2004

Die vom Ständerat verweigerte Einigung zum Budget 2005, die unter anderem zu einer Kürzung der Subventionen für die Kulturstiftung Pro Helvetia von einer Mio. Franken führt, muss nach Meinung von Pro Helvetia-Direktor Pius Knüsel und Pro Helvetia-Präsidentin Yvette Jaggi bei der Förderung von Kultur im In- und Ausland eingespart werden. Das Geld für die umstrittene Ausstellung in Paris sei jedoch gesprochen sei, die Kürzung treffe darum die Falschen. Jedenfalls nicht den Künstler Thomas Hirschhorn, den das Parlament bestrafen wollte, erklärten Jaggi und Knüsel am Donnerstagnachmittag vor den Medien in Bern.

Bei Pro Helvetia seien im Administrativbereich keine Kürzungen mehr möglich, hiess es weiter. Ein «rigoroses Sparprogramm» sei bereits beschlossen und werde 2005 wie vorgesehen umgesetzt. Sie komme darum nicht um «Kürzungen im Gesuchsbereich» herum. Die Pro Helvetia hält die vom Parlament beschlossene Kürzung zudem für problematisch, weil sie die Autonomie der Kulturstiftung in Frage stelle, die bisher garantiert habe, dass künstlerische Entscheide vor politischer Einflussnahme geschützt seien. Eine kollektive Bestrafung der Schweizer Kulturschaffenden über einen laufenden Budgetprozess ist nach Meinung der Stiftung ein «unangemessenes Mittel, um ein Missbehagen mit Führung und Organisation der Stiftung zu manifestieren», berichtet die Nachrichtenagentur sda.