Die tunesische Regierung habe ihren Druck auf die Medien massiv erhöht und eine «schwerwiegende Verschlechterung» der Pressefreiheit verursacht. Dies schreibt der Weltverlegerverband WAN in einem am Freitag veröffentlichten Report, dem sich eine internationale Koalition von Menschenrechtsorganisationen und Gruppierungen zur Verteidigung der Pressefreiheit angeschlossen habe. Vor allem unabhängige Organisationen seien betroffen, Journalisten und Dissidenten würden bedroht, die Freiheit der Justiz werde eingeschränkt, Bücher und Webseiten würden blockiert, und der Menschenrechtsanwalt Mohamed Abbou sei wegen Beiträgen im Internet über die aktuelle Situation verhaftet worden. Der Report ruft die tunesische Regierung auf, internationale Rechtsstandards wieder einzuhalten und die Pressefreiheit zu garantieren. - Siehe auch: Weltinformationsgipfel: Schweiz zitierte tunesischen Botschafter ins EDA
Freitag
13.04.2007