Die deutsche Polizei ist laut einem Bericht des Nachrichenmagazins «Der Spiegel» nicht sehr erfolgreich mit einer Idee, Verbecher per Handy zu jagen. So erhofften sich die Ordnungshüter Hilfe von Taxifahrern, Fahrschullehrern und Tankstellenbetreibern, wenn es darum geht, etwa nach einem Überfall rasch zu handeln. Signalemente der Verdächtigen wurden an registrierte Handynummern verschickt, um die Inhaber dieser Mobiltelefone bei der Verbrecherjagd einzuspannen. Doch der Versuch von 12 Polizeidirektionen sei «ohne durchschlagenden Erfolg» geblieben, schreibt «Spiegel Online» am Dienstag. «Zehn Stellen haben die SMS-Fahndung bereits wieder abgeschafft», zitiert das Magazin Sirko Eckert, Projektleiter bei der Polizei in Magdeburg. Die Gesamtbilanz falle sehr dünn aus. «Mir ist nur ein Fall bekannt, wo eine SMS-Fahndung zum Erfolg geführt hat», erklärte Eckert.
Dienstag
28.12.2004