Was den Deutschen Recht ist, kann den Liechtensteinern nur billig sein. Auch im Ländle gibt es eine Jury, die das Wort des Jahres und natürlich das Unwort des Jahres wählt. Unwort des Jahres ist der Begriff «Papier-Liechtensteiner», der Mitte Dezember in einem Leserbrief auftauchte, wie die Nachrichtenagentur SDA am Dienstag berichtete. Dessen Autor schrieb, dass nur Leute in die Regierung gewählt werden sollten, die neben dem Liechtensteiner Pass keinen zweiten ausländischen Pass besitzen.
Die Aktion Lesesäcke indessen wurde zum Wort des Jahres gekürt und bezeichnet eine Leseförderinitiative des Dachverbandes der Elternvereinigungen. Jeder Dritt- und Viertklässler bekam einen Stoffsack, der ein Buch und zwei Gegenstände enthielt, die einen Bezug zum Buch aufwiesen. Die Lesesäcke wurden dann innerhalb der Klasse und später zwischen den Klassen ausgetauscht.
«Gohts noch» wurde schliesslich zum Satz des Jahres gewählt. Er stammt aus dem Mund von Josef Sele aus Vaduz. Er ergriff danach erfolgreich das Referendum gegen die Pläne der Regierung, das bestehende Polizeigebäude in Vaduz für 31,5 Mio. Franken zu einem Sicherheitszentrum auszubauen.
Dienstag
21.12.2004