Allen Unkenrufen zum Trotz: Der weltgrösste Handyhersteller Nokia hat seine Prognose für ein zehnprozentiges Wachstum des Handymarktes im nächsten Jahr bekräftigt. Es könne sogar höher ausfallen, wenn der Absatz von UMTS-Telefonen in der zweiten Jahreshälfte in Schwung komme, sagte Nokia-Chef Jorma Ollila der «Financial Times» vom Montag. Analysten stellen diese Prognose dem Bericht zufolge jedoch in Frage. So gehe Richard Windsor von der Investmentbank Nomura von 2 bis 3% Wachstum aus. Seiner Ansicht nach werden im kommenden Jahr weniger Neukunden in Schwellenländern wie Russland und Lateinamerika hinzukommen.
Nokia-Chef Ollila sieht seine Prognose dem Bericht zufolge nicht als «aggressiv». Das Wachstum werde durch eine Kombination von Schwellenmärkten und einem guten und gesunden Markt für Ersatzgeräte erreicht. «Und dann ist da noch UMTS.» Im Jahr 2004 dürfte der Handymarkt nach Angaben der Zeitung um mehr als 20% auf 630 bis 650 Millionen Mobiltelefone gewachsen sein. Zuletzt hatte sich Nokia nach sinkenden Anteilen wieder mit einem Marktanteil von über 30% als Weltmarktführer im dritten Quartal behaupten können.
Montag
20.12.2004