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Donnerstag
05.04.2007

Im Jahr 2006 sind die Preise für die Konsumentinnen und Konsumenten im Mobilfunkmarkt signifikant gesunken. Profitiert haben vor allem Nutzerinnen und Nutzer, die wenig telefonieren und nicht viele SMS versenden, für die sich die Kosten um 26 Prozent reduziert hätten. Im Festnetz seien die Preise im gleichen Zeitraum ziemlich stabil geblieben. Dies teilte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Donnerstag mit, das sich auf selbst durchgeführte Studien über die Preisentwicklung im Schweizer Fernmeldemarkt stützt. Als Grund für die Preisreduktionen im Mobiltelefoniebereich nannte das Bakom vor allem den Markteintritt neuer Akteure (Tele 2, Coop, Migros), die Ausrichtung auf Prepaid-Produkte mit tiefen Verbindungskosten, das Aufkommen von Stundentarifen sowie neuer Produkte mit einer beschränkten Anzahl Dienste (nur Telefonie und SMS).

Für die nächsten Jahre dürfte vor allem die Bündelung verschiedener Angebote die Preise der Telekommunikationsdienste beeinflussen, meint das Bakom weiter. Es sei mit Pauschalangeboten zu rechnen, in denen Sprachtelefondienste über das Festnetz respektiv über ein Mobilfunknetz zusammen mit dem Internetzugang und mit weiteren Diensten (z. B. Fernsehen) angeboten werden. Die Entbündelung der letzten Meile, die per 1. April 2007 in Kraft getreten ist, erlaube es auch kleineren Anbieterinnen, entsprechende Gesamtangebote auf den Markt zu bringen.