Content:

Mittwoch
05.01.2005

Der Gewinner der Goldenen Palme von Cannes 2004 und streitbare Filmemacher Michael Moore hat mit seinem neuen Dokumentarprojekt «Sicko» die amerikanischen Pharma-Konzerne in helle Aufregung versetzt. Wie die «Los Angeles Times» berichtet, fordern Medikamentenhersteller wie Pfizer und Astra Zeneca ihre Mitarbeiter in internen Mitteilungen auf, dem Filmemacher aus dem Weg zu gehen. Nachdem er mit «Fahrenheit 9/11» die Bush-Regierung zur Zielscheibe machte, will Moore mit «Sicko» das marode US-Gesundheitssystem und die umstrittenen Praktiken von Pharmakonzernen und Versicherungsfirmen beleuchten, schreibt die Nachrichtenagentur SDA am Mittwoch. Die Dokumentation soll frühestens in 2006 in die Kinos kommen. Den Vorwurf, er würde Ärzte für ihre Mitarbeit bezahlen, wies Moore zurück. «Viele Ärzte haben ihre Hilfe kostenlos angeboten, um das System aufzudecken», wird der Filmemacher von der Zeitung zitiert. Er habe gerade erst mit der Produktion begonnen und die Hauptsitze einiger Konzerne aufgesucht, «und schon flippen die Leute aus».