In China sind am Sonntag mehrere Journalisten, die eine Demonstration beobachten wollten, verhaftet worden, wie das deutsche Magazin «Stern» berichtet. Darunter befand sich auch ein «Stern»-Korresopondent. Die Journalisten sind laut «Stern» nach drei Stunden und dem Unterzeichnen eines «Geständnisses» wieder freigelassen worden. Der Korrespondent berichtete gegenüber dem Magazin, dass die Polizei die ausländischen Journalisten mehrfach gemahnt habe, die Demo nicht zu beobachten.
Erst in Verlauf der letzten Woche waren Korrespondenten mehrerer deutscher Medien, unter anderem von «der tageszeitung» (taz), ARD, ORF und der britischen BBC, von der Einwanderungspolizei über die Arbeitsvorschriften in China belehrt worden. Wie die taz berichtet, ging es dabei um die Verordnung des Staatsrates Nr. 537, in dessen Artikel 17 es heisst: «Ein ausländischer Journalist, der Organisationen oder Einzelpersonen in China interviewen will, muss dafür zuvor ihre Zustimmung erhalten.» Dieser Passus ist wegen der Olympischen Spiele eingeführt worden.