Der ehemalige Rockmusiker Chris von Rohr hat bei er letztjährigen Music-Star-Serie sozusagen Geschichte geschrieben: Mit seiner Aufforderung zu «Meh Dräck» hat er die Mitglieder der «Wort des Jahres»-Jury überzeugt. «Meh Dräck» sei innert Jahresfrist zur Kultformel in der Schweiz geworden, teilte die Jury im liechtensteinischen Vaduz am Freitag mit. Sie hat «Meh Dräck» zum Wort des Jahres gekürt. Die Wortkombination habe sich zu einem Slogan entwickelt, der auch in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport verwendet werde. «Meh Dräck» bedeutete in der ersten Sendung «MusicStar» von SF DRS eine Aufforderung an Kandidatinnen und Kandidaten, das künstliche Getue abzulegen. Auch für Aufsehen gesorgt, aber nicht unbedingt im positiven Sinne, hat der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber. Seine Wortkreation «Ökoterror» im Zusammenhang mit dem Rekurs des VCS gegen das Einkaufszentrum im neuen Zürcher Fussballstadtion wurde zum Unwort des Jahres gekürt.
Zum Satz des Jahres wurde «Switzerland - zero points» erkoren. Er steht stellvertretend für das Eurovisions-Trauma der Schweiz. Erstmals ausgewählt wurde eine Pressemitteilung des Jahres. Auf den ersten Platz schaffte es ein Communiqué der Stadtpolizei St. Gallen vom März mit dem sinnigen Titel «Gipfeli geklaut». In der deutschen Schweiz wurde nach dem letzten Jahr («Konkordanz») zum zweiten Mal ein Wort des Jahres bestimmt. Mitglieder in der Jury waren Bettina Walch, Zürich; Emil Egger, Zürich; Bänz Friedli, Schlieren; Silvan Lüchinger, St. Gallen; Günther Meier, Triesen; Paul Schneeberger, Zürich; Daniel Quaderer, Schaan.
Freitag
17.12.2004