«Da die Verleger auf stur stellen, müssen sie mit dieser Neujahrsaktion gemahnt werden», schreibt die Mediengewerkschaft Comedia zu einem am Dienstag gestarteten Vorstoss zu Gunsten von Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). «Es soll ein Mail-Bombardement geben», sagte Comedia-Sekretärin Tina Hofmann zum Klein Report in der Hoffnung, möglichst viele Medienschaffende würden den Aufruf zu GAV-Verhandlungen unterschreiben und an die Verhandlungsdelegation des Verlegerverbandes Schweizer Presse senden. Es gehe darum, dass sich die Verweigerungshaltung des Verlegerverbandes ändere, weshalb der Druck auf die Arbeitgeber schrittweise verstärkt werden müsse.
Das Mail erinnert an eine Protesterklärung im vergangenen Spätherbst, als innerhalb eines Monats über 2000 Unterschriften zur Forderung nach «Wiederaufnahme von ernsthaften GAV-Verhandlungen ohne Vorbedingungen und ohne Ultimaten» zusammenkamen. Die geografische Verteilung der Unterschreibenden habe gezeigt, «dass der vertragslose Zustand für alle Regionen ein Problem ist und die Journalistinnen und Journalisten einen Branchen-GAV wollen, unabhängig davon, wie ihre konkrete Vertragssituation aussieht», schreibt die Comedia weiter. Nur in einem GAV werde der Garant für faire Beziehungen zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden gesehen. Besonders wichtig sei dabei auch die rechtliche Situation der Freien. - Mehr dazu:
Dienstag
04.01.2005