Die Veranstalter der diesjährigen Leipziger Buchmesse (17. bis 20. März) erwarten mehr als 2000 Aussteller aus 30 Ländern. «Wir gehen davon aus, dass wir bei Einzelausstellern einen Zuwachs haben», sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. Die Verlage würden selbst in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten nicht auf das «Frühjahrsfest der Bücher» verzichten. «Einige grosse Verlage haben ihre Präsenz erweitert», berichtete Zille. Im Ratgeber- und Kunstbereich gebe es Neulinge. «Auch die Belletristik hat prominente Neuzugänge.» Mit dem 2004 erdachten neuen Hallenkonzept sei Platz geschaffen worden. «Wir mussten im Prinzip niemandem absagen, haben aber auch keine Lücken.» Die Netto-Ausstellungsfläche sei mit rund 25 000 Quadratmetern um 2500 Quadratmeter grösser als im Vorjahr.
Schwerpunkte seien dieses Jahr die klassischen Dauerbrenner Kinder und Jugend, Bildung, Comic sowie Hörbuch, die sich überdurchschnittlich entwickelten. «Eher verhalten ist die Marktsituation beim Thema Reisen.» In der Belletristik organisierten die Verlage im Schiller-Jahr ein eigenes Forum. «Neben dem Mittelosteuropa-Schwerpunkt, wo sich auch die neuen EU-Mitgliedsländer präsentieren, ist ein Israel-Auftritt mit etwa 15 Autoren geplant, und auch die Arabische Liga hat erstmals einen Stand.» Darüber hinaus beginne Südkorea, das Gastland der Frankfurter Buchmesse, hier sein koreanisches Jahr. «Unser Autorenspecial beleuchtet die Situation in vom Balkankrieg 1994 betroffenen Ländern im Kontext künftiger europäischer Erweiterung.»
Premiere wird der Preis der Leipziger Buchmesse haben, der bei einem Festakt vergeben werden soll. «Die Nominierten werden Anfang Februar bekannt gegeben», sagte Zille. In den vier Messetagen wollen Zille und sein Team die im Vorjahr erreichte sechsstellige Besucherzahl von 102 000 konsolidieren. Dafür werde ein «Feuerwerk grosser Namen» aufgeboten.
Dienstag
18.01.2005