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Montag
02.04.2007

Der aus Österreich stammende Kommunikationsforscher, Philosoph, Psychologe, Soziologe und Publizist Paul Watzlawick ist tot. Der Wissenschaftler verstarb 85-jährig in seiner Wahlheimat im kalifornischen Palo Alto am Wochenende, wie das Mental Research Institute bestätigte, wo er bis vor einem Jahr ein Büro hatte. Paul Watzlawick soll nach Angaben seiner Familie schon lange an einer schweren Krankheit gelitten haben. Zu seinen bekanntesten Werken gehörte der Bestseller «Anleitung zum Unglücklichsein» von 1983 oder das wissenschaftliche Werk «Menschliche Kommunikation» aus dem Jahr 1969.

Watzlawick wurde am 25. Juli 1921 im österreichischen Villach geboren. Er studierte Philosophie und Sprachen in Venedig, wo er 1949 promovierte. Anschliessend bildete er sich in Zürich am C.-G.-Jung-Institut in Psychotherapie weiter und schloss mit dem Analytikerdiplom 1954 ab. Von 1957 bis 1960 lehrte er als Professor für Psychotherapie in El Salvador. Ab 1960 war Watzlawick Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto und lehrte ab 1967 an der US-Eliteuniversität Stanford. Publizistikstudenten ist er vor allem wegen seines metakommunikativen Axioms «Man kann nicht nicht kommunizieren» ein Begriff.