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Freitag
03.04.2026

Medien / Publizistik

Vorher - nachher: Der «Altstadt-Kurier» mit Relaunch durch den neuen Redaktionsleiter Lorenz Steinmann...   (Bild: zVg)

Vorher - nachher: Der «Altstadt-Kurier» mit Relaunch durch den neuen Redaktionsleiter Lorenz Steinmann... (Bild: zVg)

Im 43. Jahre seines Bestehens hat der «Altstadt-Kurier», die Quartierzeitung für den Stadtzürcher Kreis 1, ein grosses Facelifting hinter sich.

Doch der Reihe nach. Das «Weltblatt für den Kreis 1», wie sich die Abo-Zeitung mit einem Augenzwinkern nennt, kommt 12-mal pro Jahr heraus. Es finanziert sich durch Abonnements und durch Werbung. Gemäss Angaben der Herausgeber etwa 1'800.

Die Redaktionsleitung wechselte vor wenigen Monaten. Der seit den 1990er Jahren verantwortliche Redaktor Elmar Melliger ging in Pension. Übernommen wurde der 50-Prozent-Job von Lorenz Steinmann. Der Journalist arbeitete vorher 20 Jahre beim Verlag Lokalinfo, der bis Ende 2024 die Quartierzeitungen «Züriberg», «Zürich Nord», «Zürich West» und «Zürich 2» herausgab.

Nun hat Steinmann, zusammen mit Robert Schnyder, dem langjährigen Verantwortlichen für die Druckvorstufe, ein neues Layout eingeführt und die Grösse ans übliche Broadsheet-Format angepasst, wie Redaktionsleiter Steinmann auf Anfrage des Klein Reports ausführte.

Zudem wird das kleinste Weltblatt der Welt seit der April-Nummer auf schwererem und weisserem Papier gedruckt. «Das ergibt eine höhere Wertigkeit unseres Monatblatts», sagt Steinmann (60) zum Klein Report.

Das neue, luftigere Layout und die anderen Änderungen seien sehr gut angekommen bei der treuen Leserschaft. Treu deshalb, weil der «Altstadt-Kurier» fast in jedem zweiten Haushalt im Kreis 1 abonniert ist, also eine starke Verankerung und Verbreitung aufweist.

Sein Alleinstellungsmerkmal: Berichtet wird nur über den Kreis 1, dafür von dort möglichst alles. Aktuell ist der «Altstadt-Kurier» Themenfüher beim Streit zwischen McDonald's, Swiss Life und einer Gruppe von Anwohnenden, die sich gegen eine neue Filiale am Zürcher Limmatquai juristisch wehren.

Gegründet wurde der «Altstadt-Kurier» 1984 von einigen Unerschrockenen, die eine Alternative zum damals bürgerlich dominierten Quartierzeitungs-Angebot bieten wollten. Einer der Gründer ist der Architekt Benedikt Loderer, der später bekannt wurde als schreibender Stadtwanderer. Loderer hob 1988 die heute ebenfalls noch bestehendes Zeitschrift «Hochparterre» aus der Taufe.

Heute ist der «Altstadt-Kurier» das offizielle Organ des Quartiervereins Zürich 1 rechts der Limmat, des Rennweg Quartiervereins, der Geschäftsvereinigung Limmatquai/Dörfli und des Einwohnervereins Altstadt links der Limmat. Er ist politisch und konfessionell neutral. Das Redaktionsbüro befindet sich am Neumark 8, inmitten der malerischen Altstadt von Zürich.

Als nächstes steht das Redesign der Website auf dem Programm. «Da haben wir noch Luft nach oben. Aber unser Hauptstandbein ist und bleibt der Print», so Steinmann zum Klein Report.

Denn Informationen aus dem Mikrokosmos des Quartiers werde hoch geschätzt - und das noch möglichst lange auf Papier.