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Freitag
23.03.2007

Die Schweizer Medien sind zwar an Daten über die effektiven Werbeausgaben interessiert, sind aber nicht in genügender Menge bereit, ihrerseits Angaben für ein solche Statistik zu liefern. Aus diesem Grund hat die Wemf AG für Werbemedienforschung beschlossen, ein Projekt für eine neue Statistik über die Medienumsätze zu beenden, wie Wemf-Geschäftsführer Marco Bernasconi am Freitag bekannt gab. Die Gespräche mit Medienvertretern haben demnach «aufgezeigt, dass das Interesse und die Bereitschaft, die für eine Medienstatistik notwendigen Daten über die Netto-Werbeumsätze monatlich zu liefern, nicht bei allen Mediengattungen in gleichem Ausmass vorhanden sind». Das endgültige Aus für das Vorhaben sei erfolgt, als die Verantwortlichen von Fernsehen (unter anderem IP Multimedia) und Kino (Cinecom) sich entschieden, keine Netto-Werbeumsätze zu liefern. Damit sei klar geworden, «dass die Grundlage für die Lancierung einer medienübergreifenden Medienstatistik nicht gegeben ist».

Allerdings gibt die Wemf das Vorhaben (noch) nicht ganz verloren. Sie werde sich «auch in Zukunft für die Erstellung und Veröffentlichung einer medienübergreifenden Medienstatistik mit Netto-Werbeumsätzen einsetzen und zur Verfügung stellen, sollte dies von den Vertretern der Medien, der Werbeauftraggeber und den Agenturen gewünscht werden». Vorläufig bleibe es darum bei den bisherigen Angeboten, dem monatlichen Mediafocus über den Werbedruck, dem jährlichen Werbeaufwand Schweiz und der monatlichen Inseratestatistik, schliesst die Wemf-Mitteilung.