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Sonntag
22.03.2026

Medien / Publizistik

Am 20. März war Delegiertenversammlung des Berufsverbandes in Fribourg... (Foto Chloé Lambert/zVg)

Am 20. März war Delegiertenversammlung des Berufsverbandes in Fribourg... (Foto Chloé Lambert/zVg)

Die Einführung einer «differenzierten Mitgliedschaft» ist von 34 Journalistinnen und Journalisten am Freitag an der Delegiertenversammlung des Berufsverbandes Impressum abgelehnt worden. Die Mitgliedschaft light, die weniger gekostet hätte und Zugang zu weniger Leistungen böte, wurde deutlich verworfen.

Der Verband müsse «für alle Mitglieder einen Rechtsschutz bereitstellen und den Berufsstand gesamthaft verteidigen», hiess es nach der Versammlung. «Eine Mitgliedschaft zum Discount-Tarif würde die Solidarität unter den Mitgliedern in Frage stellen», hiess es von Seiten der 34 Journalisten, die aus 14 Regionalsektionen und 2 Arbeitsgemeinschaften bestanden.

Zudem würde eine Senkung des Mitgliedsbeitrags zu einem Rückgang der Einnahmen führen. Das würde bedeuten, dass sich Impressum aus «bestimmten Themen zurückziehen müsste», lässt sich Co-Präsidentin Caroline Gebhard zitieren.

Und einmal mehr nahm der Berufsverband einen Anlauf bezüglich Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Deutschschweiz und das Tessin.

Nach mehr als 30 Verhandlungssitzungen sei es Impressum und der Gewerkschaft Syndicom nicht gelungen, gemeinsam mit dem Verlegerverband (VSM) «einen Entwurf für eine Branchenvereinbarung zu formulieren».

Gemäss dem Berufsverband auf Fribourg sei man in zwei Punkten uneinig. «Es handelt sich um die Vergütung der freien Journalistinnen und Journalisten sowie die Bedingungen für das Inkrafttreten der Branchenvereinbarung an sich.»

Die Delegiertenversammlung hält am Standpunkt der Verhandlungsdelegation von Impressum fest. «Mit Berücksichtigung dieser zwei Punkte ist die Branchenvereinbarung aus unserer Sicht ein guter Kompromiss und ein erster und wichtiger Schritt in die Richtung einer Sozialpartnerschaft», heisst es von Co-Präsidentin Fabienne Sennhauser dazu.