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Mittwoch
07.03.2007

Der Politskandal um die Anschwärzung der früheren CIA-Agentin Valerie Plame durch die Spitzen der US-Regierung ist noch gar nicht bis in alle Details erhellt, aber bereits beginnt in Hollywood die filmische Aufbereitung des Themas. Das Studio Warner Bros. habe sich die Filmrechte an dem brisanten politischen Stoff gesichert, berichtete das Fachblatt «Variety» in der Nacht auf Mittwoch. Warner will Plames Memoiren «Fair Game» für den geplanten Film verwenden, falls ihr Buch vom CIA für die Veröffentlichung freigegeben wird. Die Brüder Jez und John Butterworth arbeiten bereits an dem Drehbuch.

Die enttarnte Agentin ist mit dem ehemaligen US-Botschafter Joseph Wilson verheiratet. Ihr Name tauchte kurz nach der öffentlichen Kritik Wilsons am Irak-Krieg erstmals in einer Zeitungskolumne auf. Das löste den Verdacht aus, sie sei von Regierungsmitarbeitern aus Rache enttarnt worden. Im Prozess um die Enttarnung der CIA-Agentin ist am Dienstag der frühere Stabschef von Vizepräsident Dick Cheney, Lewis «Scooter» Libby, des Meineids schuldig gesprochen worden. Ihm drohen jetzt bis zu 25 Jahre Haft.