Weil die Freiburger Kantonsregierung besorgt ist über die Medienberichterstattung zu den Vergewaltigungsfällen von Schmitten, ist sie an den Schweizer Presserat gelangt und hat ihn um eine Stellungnahme gebeten. Störend empfindet der Staatsrat, dass Protagonisten der Vergewaltigungsfälle in diversen Medienberichten zu Wort kamen. Verschiedene Medien, die auch eines der Opfer zu Wort kommen liessen, hätten die fehlende Reife der jungen Frau ignoriert, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief der Freiburger Exekutive. Der Staatsrat betont, er habe sich im Fall Schmitten bisher sehr zurückhaltend gezeigt und respektiere, dass eine Untersuchung im Gang sei.
In den Anfang März publik gewordenen Fall sind 14 Tatverdächtige zwischen 14 und 20 Jahren verwickelt, bei denen es sich hauptsächlich um Secondos aus dem Balkan handelt. Ihnen wird vorgeworfen, im Sommer 2005 drei zur Tatzeit minderjährige Mädchen vergewaltigt und genötigt zu haben. Die verdächtigten Straftäter zeigten bislang kein Schuldbewusstsein. Sie beschönigten in den Medienberichten ihre Taten mit dem Hinweis, dass die Mädchen freiwillig mitgemacht hätten.
Mittwoch
21.03.2007