Die Menschenrechtsorganisation «Reporter ohne Grenzen» (RoG) hat am Vortag des Internationalen Tages der Frau an das Schicksal von verhafteten oder ermordeten Journalistinnen erinnert. Allein im Jahr 2006 verloren nach RoG-Angaben elf Reporterinnen in Ausübung ihres Berufes ihr Leben. Die Länder der ehemaligen Sowjetunion seien 2006 besonders gefährliche Arbeitsorte für Journalistinnen gewesen. Reporterinnen seien auch Opfer jener Gewalt geworden, die von bewaffneten Gruppen im Irak ausgehe. Insgesamt seien seit dem Beginn des Irak-Krieges im März 2003 acht Frauen, darunter sechs Auslandskorrespondentinnen, als Geiseln genommen worden. Eine von ihnen, die irakische Nachrichtenmoderatorin Raeda Wazzan, sei von ihren Entführern umgebracht worden. Im Libanon sei im September 2005 die Präsentatorin des Fernsehsenders LBS, May Chidiac, von einer Bombe verletzt und verstümmelt worden. Sie habe nach zehn Monaten medizinischer Behandlung und Rehabilitation ihre Arbeit wieder aufgenommen.
Mittwoch
07.03.2007