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Freitag
23.03.2007

Es wird für westliche Journalisten schwieriger, über die wachsenden Spannungen im südafrikanischen Land Zimbabwe zu berichten. Die Regierung unter Präsident Robert Mugabe hat Berichterstattern gedroht, bei Fehlverhalten drohe ihnen Strafverfolgung. Dies gelte sowohl für akkreditierte Korrespondenten als auch für Journalisten, die ohne offizielle Akkreditierung ins Land reisten, erklärte das Ministerium gemäss der staatlich kontrollierten Zeitung am Freitag. Vor allem die Korrespondenten der britischen Zeitungen «The Times» und «Daily Telegraph» wurden gewarnt. «Die Regierung könnte sich gezwungen sehen, gegen sie vorzugehen», heisst es in der Erklärung des Ministeriums. Den amerikanischen TV-Nachrichtensender CNN beschuldigte die Regierung, auf einen «Regimewechsel» hinzuarbeiten.

Das Land hat in der Vergangenheit nur sehr wenigen ausländischen Journalisten eine Akkreditierung gegeben und beschränkt die Arbeit der nationalen Berichterstatter. Sie müssen für eine staatliche Zulassung erst eine Art Gesinnungstest erfolgreich bestehen. Das Ministerium erklärte, westliche Botschaften schmuggelten ausländische Reporter ins Land. Es warnte zugleich seine Staatsbürger, dass sie im Falle einer Beherbergung dieser Journalisten ebenfalls mit Strafverfolgung zu rechnen hätten.