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Dienstag
03.04.2007

Reporter ohne Grenzen (RoG) hat am Dienstag das gewaltsame Vorgehen der Regierung Zimbabwes gegen unabhängige Journalisten scharf kritisiert und internationale Massnahmen gefordert, um Medienleute zu schützen. Gift Phiri, der für die in London ansässige Tageszeitung «The Zimbabwean» arbeitet, wurde laut RoG am vergangenen Sonntag in der Hauptstadt Harare ohne Angabe von Gründen festgenommen. Er sei offensichtlich von der Polizei gesucht worden, nachdem er in seinen Artikeln die Namen von Polizisten veröffentlicht hatte, die an Festnahmen von Oppositionellen, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten beteiligt gewesen sein sollen.

Im Weiteren habe der frühere Chefredaktor der inzwischen geschlossenen Zeitung «The Daily News», Luke Tamborinyoka, ins Spital eingeliefert werden müssen, weil er im Gefängnis brutal zusammengeschlagen worden sei. «Auf den wachsenden Druck der Opposition reagiert die Regierung Simbabwes zunehmend mit Gewalt, auch gegen Journalisten», schreibt RoG zu diesen Vorfällen. «Nur internationale Bemühungen, besonders innerhalb Afrikas, können die Willkür gegenüber oppositionellen Politikern und unabhängigen Medien beenden.»