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Sonntag
21.04.2024

Medien / Publizistik

Die SRG-Ombudsstelle hält fest, dass bei vielen Eingaben offensichtlich sei, dass die Meinung bereits im Voraus gemacht ist… (Bild: © srgd.ch)

Die SRG-Ombudsstelle hält fest, dass bei vielen Eingaben offensichtlich sei, dass die Meinung bereits im Voraus gemacht ist… (Bild: © srgd.ch)

Die Ombudsleute der SRG-Deutschschweiz hatten auch 2023 viel zu tun: Im Total gingen 836 Beanstandungen ein. Nur ein Bruchteil, nämlich 35 davon, wurden teilweise oder ganz gutgeheissen, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht.

Neben dem dominierenden Thema – dem Nahost-Konflikt – verzeichnete die Ombudsstelle die «Dauerbrenner» Klima, Wolf, SVP und Covid, die regelmässig zu Beanstandungen führen.

Hingegen scheint der Ärger über die Gender-Sprache verraucht zu sein.

Weiter ist in der Medienmitteilung noch die Initiative «200 Franken sind genug» aufgegriffen worden: Seit der Einreichung dieser Initiative und der Antwort des Bundesrats, die Haushaltabgabe schrittweise von 335 auf 300 Franken jährlich zu senken, enden sehr viele Beanstandungen mit dem Schlusssatz: «Wir wissen schon, wie wir dann abzustimmen haben.»

Bei vielen dieser Eingaben sei offensichtlich, dass die Meinung gemacht ist und die Ablehnung gegenüber dem «staatlichen Sender» nicht wirklich mit dem Inhalt der redaktionellen Sendungen zu tun habe, schreiben die Ombudsleute.

Es brauche manchmal sowohl seitens der Redaktionen als auch seitens der Ombudsstelle etwas Überwindung, solche Kritiken ausführlich, freundlich und objektiv zu beantworten, indem man auf die beanstandete Sendung trotz der wenig fundierten Kritik in einer sorgfältigen Analyse seitens der Redaktion und der Ombudsstelle eingehe, heisst es abschliessend in der Medienmitteilung.