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Montag
03.01.2005

Wenn die alte Elterndrohung stimmt, wonach zu langes Fernseh-Gucken zu viereckigen Augen führt, dann müsste dieses Phänomen am ehesten in Italien zu beobachten sein. Niemand in Europa sitzt nämlich so lange vor dem Fernseher wie der Nachwuchs in unserem südlichen Nachbarland. Durchschnittlich 3 Stunden und 37 Minuten verbringen die 4- bis 12-jährigen Italiener täglich vor der Glotze. Das ergab eine Studie des Wochenmagazins «Marketingtv.com».

Die britischen Kinder schauen 3 Stunden und 30 Minuten in die Röhre, die deutschen 3 Stunden und 20 Minuten. In den skandinavischen Länden und in den Niederlanden sinkt der kindliche TV-Konsum auf unter 2 Stunden. Der Verfasser der Studie, Antonio Marziale, rief die Eltern auf, die Fernseh-Zeit der Kinder strenger zu regeln und ihnen andere Beschäftigungen vorzuschlagen. «Über 3 Stunden vor dem Fernsehen sind für die psychosoziale Integration der Kinder schädlich», warnte Marziale. «Sie fördern die Isolierung der Kinder, die ihre Energie nicht austoben können. Daher kommt es oft zu Spannungen und Gereiztheit, was auch zu Ernährungsstörungen führt.»