Der weltgrösste Computerkonzern IBM plant am Dienstag die 500 Software-Patente für Open-Source-Projekte frei zugänglich zu machen. Die Freigabe sei einer von mehreren geplanten Schritten, erklärte John Kelly, Senior Vice President für Technologie und geistiges Eigentum bei IBM, in der Dienstagsausgabe der «New York Times» (NYT). Die Freigabe wird als eine Kehrtwende in der Lizenzpolitik von IBM - das Unternehmen hatte 2004 geschätzte 1 Mrd. US-Dollar an Lizenzerträgen erwirtschaftet - bezeichnet. Allerdings hatte der Computerhersteller laut NYT vergangenes Jahr 3248 neue Patente angemeldet.
Laut IBM-CEO Samuel J. Palmisano soll die Aufhebung des Urheberrechtsschutzes auf Software-Patente die Zusammenarbeit unter Software-Entwicklern fördern, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits in der jüngsten Vergangenheit hat IBM substanzielle Beiträge zu Open-Source-Software-Projekten geleistet, schreibt die Zeitung weiter. Damit stärke IBM laut NYT die Position von Linux als valable Alternative zu den Betriebssystemen Windows von Microsoft und Solaris von Sun Microsystems. Dies könne man, so die Zeitung weiter, auch als cleveren Schachzug des Computerherstellers interpretieren.
Dienstag
11.01.2005