Ein äthiopisches Gericht hat 25 Journalisten vom Vorwurf des Hochverrats freigesprochen. Die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft hätten nicht bewiesen werden können, begründete der Vorsitzende Richter Adil Ahmed seine Entscheidung. Das nach Zusammenstössen im Jahr 2005 eingeleitete Verfahren gegen mehr als 130 Oppositionelle hatte zu scharfen internationalen Reaktionen geführt. Kritiker bezeichneten die Vorwürfe, die von Hochverrat über Anstachelung zur Gewalt bis zu versuchtem Völkermord reichten, als politisch motiviert.
Die Verfahren waren nach Protesten gegen die Ergebnisse der Wahlen im Jahr 2005 eingeleitet worden, die die Opposition als gefälscht bezeichnet hatte. Von den Angeklagten wurden mittlerweile 45 freigesprochen, gegen 36 weitere Personen wird in Abwesenheit verhandelt. Das zweifelhafte Vorgehen hat westliche Geber wie die EU und Grossbritannien zu einem Stopp direkter Haushaltshilfen bewogen.
Dienstag
10.04.2007