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Donnerstag
26.02.2026

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Ursula Hiestand ist mit dem Schweizer Grand Prix Design 2026 geehrt worden.

Bekannt geworden ist Hiestand unter anderem mit dem Corporate Design für die ehemalige Warenhauskette ABM. Oder auch mit Projekten für das Informationssystem der Zürcher Verkehrsbetriebe, das Informationssystem für das Centre Georges Pompidou in Paris oder die Gestaltung der Schweizer Banknotenserie von 1976 bis 2000.

«Diese Arbeiten prägten das kollektive visuelle Gedächtnis der Schweiz nachhaltig», schreibt das Bundesamt für Kultur (Bak) über die Geehrte. Sie habe auch als eine der ersten Frauen in der Alliance Graphique Internationale (AGI) Schweiz eine Pionierrolle eingenommen.

Ihr Wirken sei wegweisend für das moderne Schweizer Grafikdesign, würdigte die Eidgenössische Designkommission ihr Werk. Die in der Alliance Graphique Internationale entstandenen Entwürfe «wirken bis heute im öffentlichen Raum», heisst es dazu. Die Arbeiten der Alliance trugen zur internationalen Verbreitung zentraler Prinzipien des «Swiss Style» bei.

Hiestand ist 1936 in Zürich geboren, heute lebt sie in Zollikon. «Ihr Lebenswerk verbindet Gestaltung, gesellschaftliche Verantwortung und praktische Lebenswelt», schreibt das Bundesamt für Kultur (Bak) über die bekannte Grafikerin und Grafikdesignerin. 

Gemeinsam mit ihrem Mann Ernst Hiestand führte sie ab 1960 das Atelier E + U Hiestand in Zürich. Das Atelier führte Hiestand seit 1980 alleine weiter. Sie verantwortete unter zahlreichen weiteren Projekten die gesamte ABM-Werbung bis 1994. «Ihr Lebenswerk verknüpft gestalterische Qualität mit gesellschaftlicher Haltung und ist bis heute für nachfolgende Generationen wegweisend», so das Bak.

Als Präsidentin der Schulkommission der Berufsschule für Gestaltung Zürich von 2002 bis 2009 habe sie sich massgeblich für die Qualität der Ausbildung und den Erhalt des gestalterischen Vorkurses engagiert.