Google gilt zwar nach wie vor als beliebtester Suchdienst, unter den Usern holen aber andere Anbieter wie Yahoo und Microsoft mit ihren Suchdiensten stark auf. Wie eine Untersuchung der kalifornischen Internet-Monitoring-Firma Keynote Systems (http://www.keynote.com) ergeben hat, konnten Microsoft und Yahoo bei der Kundenzufriedenheit den Abstand zu Google verringern, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) am Donnerstag.
Keynote Systems hat für seine Studie insgesamt 2000 User befragt. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass die Verbesserungen in den Angeboten von Yahoo und Co. bei den Konsumenten Wirkung zeigten, kommentieren Branchenbeobachter laut WSJ die Ergebnisse. «Es ist noch immer kein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber der Abstand wird kleiner», sagte Danny Sullivan, Herausgeber von Search Engine Watch die Ergebnisse.
Yahoo konnte bei der allgemeinen Zufriedenheit der User über die Suchresultate gegenüber dem Frühjahr um satte 8 Prozentpunkte auf 86% zulegen. 81% der Yahoo-User (plus 9 Prozentpunkte) und 61% der MSN-User (plus 6 Prozentpunkte) gaben an, sie würden die jeweilige Suchseite auch in Zukunft verwenden. Google führt in dieser Kategorie noch immer mit einer Zustimmung von 92%, das isz ein Prozentpunkt weniger als im Frühjahr 2004.
Eine Steigerung in der Konsumentenzufriedenheit in dem Ausmass, wie es Yahoo und Microsoft gezeigt hätten, sei extrem schwierig, sagte Keynote-Managerin Bonny Brown. Yahoo habe hier vor allem mit seinen Angeboten zur lokalen Suche punkten können, während Microsoft sein Rating mit der stärkeren Trennung von Werbung und Suchresultaten verbessern konnte. Neben Yahoo und MSN konnte auch Ask Jeeves in der Beliebtheitsskala stark zulegen. In einer Kategorie fiel Google sogar hinter die Konkurrenz zurück. Bei komplexen Suchabfragen (etwa: die Todesrate in einer bestimmten demographischen Gruppe) gaben die befragten User Yahoo und MSN mit 57 bzw. 56% den Vorzug gegenüber Google, das hier auf eine Akzeptanz von 48% kam.
Donnerstag
13.01.2005