Content:

Mittwoch
12.01.2005

Es geht meist nicht um Politik und auch nicht um Geld, wenn Google-User etwas suchen. Laut Hitliste des US-Unternehmens wurde 2004 der Name einer berufsblonden Popsängerin am häufigsten eingegeben - gefolgt von drei weiteren Goldlöckchen, wie Sueddeutsche.de schreibt. Die Blondinen dieser Welt streiten nicht nur in Sachen Schönheit um den 1. Platz - auch auf der Google-Hitliste teilen Promi-Damen die Spitzenpositionen glatt unter sich auf. Und zwar nicht etwa in der Sparte «bekannte Frauen». Vielmehr suchten Google-User 2004 überhaupt am häufigsten nach Britney Spears.

Ihre schärfsten Konkurrentinnen in der Sparte «Allgemeine Suche»: die Hotelerbin Paris Hilton (blond), Sängerin Christina Aguilera (ziemlich blond) und Schauspielerin Pamela Anderson (blond, natürlich). Erst auf Platz 5 findet sich ein Begriff: Chat, dicht gefolgt von Games. Spears verteidigt damit ihren Spitzenplatz unter den beliebtesten Suchbegriffen aus dem Jahr 2003. Männer müssen sich dieses Jahr mit hinteren Plätzen abfinden: Der Nachwuchsstar Orlando Bloom kämpft auf Platz 7 der Hitliste um Anerkennung, führt damit aber gleichzeitig in der Rubrik der meistgesuchten Männer. Unterstützt wird er von Zauberschüler Harry Potter, der immerhin ein bisschen Literatur in die Trefferliste bringt.

In der Rubrik Personen des öffentlichen Lebens schaffte es US-Präsident George W. Bush an die Spitze aktueller Recherchen. Sein Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl vom November, John Kerry, verlor nicht nur die Wahl, auch bei Google landete er abgeschlagen auf Platz 3 - hinter der Sängerin Janet Jackson, die mit der als «Nipplegate» bekannt gewordenen Entblössung Schlagzeilen machte. Sex sells better than politics.

Die meist gefragten Männer neben Bloom sind die Rapper Eminem und Usher. Und Johnny Depp und Brad Pitt sind nicht nur als Schauspieler etabliert, auch die Nutzer des Internets interessieren sich so sehr für die beiden Promis, dass es für die Plätze 4 und 5 reichte. Mit ihnen findet sich der schöne Fussballspieler, David Beckham, in guter Gesellschaft. Auch er sichert sich seine Treffer gleich in zwei Rubriken. In Sachen Sport landete er bei den Internetrecherchen auf Platz 1 - gefolgt von der Tour de France und der Euro 2004. Bei den Männern liegt er auf Platz 6 - das ist immer noch besser als Justin Timberlake auf Platz 9. Ob Victoria damit zufrieden ist, ist unklar. Unter den am häufigsten gesuchten Ländern landete Frankreich auf Rang 1 - vor China, Indien, dem Irak und dem Iran. Woran das lag, ist nicht bekannt. Vielleicht sollte man das gleich mal recherchieren.