Das Drama um den exzentrischen Milliardär Howard Hughes, «The Aviator» von Martin Scorsese, ist in der Nacht auf Montag in Beverly Hills mit dem Golden Globe als bester Film ausgezeichnet worden. Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio wurde zum besten Schauspieler gewählt. Beste Schauspielerin ist in diesem Jahr Hilary Swank in ihrer Rolle als Boxerin in dem Streifen «Million Dollar Baby». Dessen Regisseur, der 75-jährige Clint Eastwood, wurde als Bester seines Fachs geehrt.
In der Kategorie Musical oder Komödie entschied sich die Jury für Jamie Foxx als besten Schauspieler. Er war in die Haut des im vergangenen Jahr verstorbenen legendären Sängers Ray Charles geschlüpft. Beste Schauspielerin wurde hier Annette Bening aus «Being Julia», einem Streifen über die berufliche Krise einer Bühnenschauspielerin in den dreissiger Jahren. Der beste Film dieser Kategorie ist der Jury zufolge «Sideways», eine Komödie um zwei Männer mittleren Alters, die in den Weinbaugebieten Kaliforniens spielt.
Zum Auftakt der Veranstaltung waren Clive Owen und Natalie Portman als beste männliche und weibliche Nebenrollen in dem Film «Closer» von Mike Nichols ausgezeichnet worden. Das Drama «Mar adentro» des spanischen Regisseurs Alejandro Amenábar gewann den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film. Amenábar dankte seinem Hauptdarsteller Javier Bardem. Er sei ein «Genie». Der Film über die wahre Geschichte eines querschnittsgelähmten Spaniers, der 30 Jahre lang um sein Recht auf einen würdevollen Tod kämpfte, setzte sich gegen Konkurrenten aus Frankreich, China und Brasilien durch.
Auch der Rolling Stone-Musiker Mick Jagger konnte sich über einen Golden Globe freuen. Er wurde für seinen Song «Old Habits Die Hard» für die Filmkomödie «Alfie» geehrt. Insgesamt zeichnete die Hollywood-Auslandspresse Bestleistungen in 13 Kino- und 11 Fernsehkategorien aus. Der begehrte Preis für die beste Comedy-Serie ging erwartungsgemäss an «Desperate Housewives». Der neue Quotenknüller um Unmoral und heimliche Sehnsüchte in einer US-Kleinstadt ist eine deftige Satire auf das Bild der grundanständigen amerikanischen Hausfrau und gilt als würdiger Nachfolger von «Sex and the City». - Mehr dazu: Chancen auf einen Oscar für «Wenn Träume fliegen lernen»
Montag
17.01.2005