Bis am 8. Januar sind nach dem Konsultationsverfahren 35 Kündigungen bei der Goldbach Group ausgesprochen worden.
Der Klein Report sprach mit Christoph Marty, seit Sommer 2024 CEO der Goldbach Group, über das Konsultationsverfahren und die Änderungen bei dem zur TX-Group gehörenden Vermarktungsunternehmen.
Wie viele Mitarbeitende sind nach dem Konsultationsverfahren nun vom Stellenabbau betroffen?
Christoph Marty: «Von den angekündigten 65 Stellen werden oder wurden Stand heute 35 Kündigungen ausgesprochen. Wir haben uns vom Geschäftsfeld der Regionalvermarktung inklusive der AdUnit getrennt. Dies war der Hauptteil der Massnahmen und Entlassungen. Daneben sind Mitarbeitende aus Technologie/Entwicklung, Marketing/Kommunikation und Backoffice innerhalb der Goldbach Group betroffen.»
Welche Vorschläge der Mitarbeitenden liegen im Konsultationsverfahren auf dem Tisch?
Marty: «Wir konnten im Konsultationsverfahren verschiedene Vorschläge entgegennehmen und sind dabei, diejenigen umzusetzen, die langfristig zu Einsparungen führen. Dies geht vom Zusammenlegen von Standorten, über Reduktion von freiwilligen Zusatzleistungen bis zur Reduktion der Reinigungsfrequenz an den Standorten.»
Welchen Vorschlag konnten Sie weiterentwickeln?
Marty: «Aus dem Regionalverkauf konnten von Tamedia, von Goldbach Neo und von der Manufaktur vom angekündigten Abbau Betroffene übernommen werden, was zu einer Reduktion der Anzahl Entlassungen geführt hat.»
Welche konkreten Unterstützungsangebote erhalten die Betroffenen jetzt nach dem Konsultationsverfahren?
Marty: «Die gekündigten Personen haben im Rahmen des freiwilligen Sozialplanes unter anderem Verlängerungen der Kündigungsfrist erhalten. Die Dauer der Verlängerung ist abhängig von Alter, Dienstalter und persönlicher Familiensituation. Zudem unterstützen wir Standortbestimmungen, Outplacement oder auch Aus- und Weiterbildungen finanziell, was rege genutzt wird.»
Was war für Sie persönlich der schwierigste Moment in diesem Prozess?
Marty: «Der gesamte Prozess war und ist für alle betroffenen Mitarbeitenden anspruchsvoll. Wir sind uns dieser Belastung bewusst und versuchen, die Betroffenen in dieser Phase zu unterstützen. Für mich persönlich kann ich keinen schwierigsten Moment beschreiben.»
Sie sind neu für die Kommunikation nach aussen zuständig. Wann haben Sie die Position übernommen, und wer macht die Kommunikation nach innen?
Marty: «Die interne Kommunikation haben wir im HR angesiedelt und die externe Kommunikation der Bereiche erfolgt innerhalb der Töchter selber dezentral. Bei mir verbleibt die Kommunikation für Themen, welche die gesamte Group betreffen.»




