Der US-Schriftsteller Dan Brown hat sich auch im Berufungsverfahren mit Erfolg gegen Plagiatsvorwürfe um seinen Weltbestseller «Sakrileg» zur Wehr gesetzt. Das oberste britische Berufungsgericht entschied am Mittwoch in London, dass der 42-Jährige keine wesentlichen Bestandteile aus einem früher erschienenen Buch anderer Autoren übernommen habe. Der Religionsthriller, in dem es um vermeintliche Nachkommen von Jesus Christus geht, hat sich weltweit mehr als 40 Millionen Mal verkauft und wurde auch von Hollywood verfilmt.
Im Rechtsstreit ging es um Vorwürfe der Autoren Michael Baigent und Richard Leigh, Brown habe für «The Da Vinci Code» aus ihrem Sachbuch «Der heilige Gral und seine Erben» abgeschrieben. Brown gab zwar zu, dass er dieses Sachbuch gelesen habe; dies sei aber nur eine von vielen Quellen gewesen. Auf die beiden Kläger warten nun Gerichtskosten von bis zu drei Millionen Pfund (7 Millionen Franken). Mit seinem Urteil bestätigte der Court of Appeal eine Entscheidung der britischen Justiz vom April vergangenen Jahres. - Siehe auch: «Sakrileg» eröffnet das Filmfestival von Cannes, Richter baut Geheimcode in «Sakrileg»-Urteil ein und «Sakrileg»-Autor Dan Brown schon wieder wegen Plagiats angeklagt
Mittwoch
28.03.2007