Reporter ohne Grenzen (ROG) ist besorgt über die massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen ausländischer Journalisten in Iran. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation für Korrespondenten in der Islamischen Republik verschärft. Eine beunruhigende Nachricht ist die Festnahme zweier deutscher Journalisten. ROG fordert eine sofortige Freilassung der beiden Reporter, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde.
Aufenthaltsgenehmigungen oder Akkreditierungen für die Arbeit in Iran wurden nur noch in wenigen Fällen erteilt. Die Medienleute, die noch vor Ort sind, stehen unter starker Überwachung. Für Interviews herrscht eine strenge Genehmigungspflicht.
Die Reporter-Organisation begrüsst die Entsendung eines Teams der deutschen Botschaft nach Täbris, um die Umstände der Festnahme der beiden Kollegen zu klären. In der westiranischen Stadt sind die beiden Reporter derzeit inhaftiert. Die beiden Deutschen hatten den Sohn der zum Tod durch Steinigung verurteilten Sakineh Mohammadi Aschtiani interviewt. Der Fall der wegen «Ehebruchs» verurteilten Aschtiani geht seit Monaten durch die Medien.
Mittwoch
13.10.2010




