Die «Frankfurter Rundschau» (FR) mit einer Auflage von gut 150 000 Exemplaren kommt ab Ende Mai im DIN-A3-Format heraus. Sie ist damit die erste überregionale Tageszeitung in Deutschland, die komplett vom bisherigen Broadsheet abkommt, teilte die Geschäftsleitung in Frankfurt mit. Die Formatumstellung werde von einer umfangreichen Marketingkampagne begleitet, hiess es weiter.
Das Tabloid-Format soll vor allem bei jüngeren Lesern als attraktiv gelten. Die Umstellung des Formats bietet nach Aussage von Verleger Alfred Neven DuMont die Chance für einen «wunderbaren Neuanfang». «Es geht darum, dieser Zeitung einen neuen, jüngeren und unverwechselbaren Klang zu geben. Und da kommt das Tabloid-Format wie gerufen», sagte Neven DuMont gegenüber der Agentur DPA. Der Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) hatte im Juli vergangenen Jahres die Mehrheit an der FR übernommen.
Der Axel Springer Verlag bringt parallel zur «Welt» die «Welt kompakt» im Tabloid-Format heraus. MDS hatte 2004 als Schwesterblatt zum «Kölner Stadt-Anzeiger» das Tabloid «Direkt» angeboten, Ende 2006 aber wieder eingestellt.
Freitag
06.04.2007