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Montag
19.01.2026

Medien / Publizistik

In einem gefakten «Blick»-Artikel lädt Finanzministerin Karin Keller-Sutter die User ein, auf einer staatlichen Investitionsplattform zu investieren... (Bild: Screenshot)

In einem gefakten «Blick»-Artikel lädt Finanzministerin Karin Keller-Sutter die User ein, auf einer staatlichen Investitionsplattform zu investieren... (Bild: Screenshot)

Finanzministerin Karin Keller-Sutter, Gewerkschafts-Chef Pierre-Yves Maillard oder SVP-Altvater Christoph Blocher: In einer neuerlichen Welle von Fake-Anzeigen haben Cyber-Kriminelle versucht, mit prominenten Namen Geld zu erschwindeln.

Dabei werden sie immer dreister. Sogar der Name des im letzten September verstorbenen SVP-Nationalrats Alfred Heer wurde in einer Fake-Werbung für ein angebliches Investitionsversprechen missbraucht. 

Bei dem im «Blick»-Stil gestalteten Artikel über Keller-Sutter geht es um eine vermeintliche Medienkonferenz, die es nie gegeben hat. Dabei soll sie einfache Bürger und Bürgerinnen eingeladen haben, auf einer staatlichen Investitionsplattform zu investieren, wie die Zeitungen von CH Media und später der «Blick» berichteten. 

Der Text war als seriöser Bericht getarnt und zitierte unter anderem den Rektor der Uni St. Gallen, Manuel Ammann. Wochenlang war der Beitrag auf Microsoft News sichtbar, bevor er entfernt wurde.

Die Uni wie auch Ringier haben Strafanzeige eingereicht. Ebenfalls Keller-Sutters Departement; es ist nicht ihre erste Strafanzeige wegen Identitätsmissbrauchs.

Es sei hilfreich, dass Politiker und Politikerinnen ins Visier dieser Betrüger kämen, «dann unternehmen sie endlich etwas dagegen», kommentierte ein User die neusten Fälle des seit Langem schwelenden Onlinebetrugs-Problems.