Die Hilfswerke «Brot für alle» und «Fastenopfer» versuchen, eine Kampagne unter dem Stichwort «faire Computer» anzustossen, weil die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern teilweise nicht zumutbar seien. Laut einer Information der beiden Hilfswerke vom Donnerstag hätten verschiedene Computermarken reagiert. Sie hätten teilweise die Ausbeutung von Menschen bestätigt. Doch nicht alle seien bereit, Kontrollen durchzuführen. «Die Reaktionen fielen sehr unterschiedlich aus», heisst es wörtlich. Besonders sensibel hätten sich die Firmen bezüglich des Ratings und der dokumentierten Fälle von Menschenrechtsverletzungen gezeigt.
Konstruktiv haben laut «Brot für alle» und «Fastenopfer» Hewlett Packard, Dell und Apple auf die Veröffentlichung der Studie reagiert. Sie hätten die Missstände bei Zulieferfirmen zum Teil bestätigt und Kontrollen in Aussicht gestellt und versprochen, die Einführung von Sozialnormen voranzutreiben. Demnach haben ihre Ethikverantwortlichen mit «Brot für alle» und «Fastenopfer» und den Partnerorganisationen in Hongkong direkt Kontakt aufgenommen. Auch bei den aktiven Firmen besteht allerdings nach wie vor ein Defizit in der Umsetzung ihrer sozialen Normen, vor allem in den Bereichen Versammlungs- und Gewerkschaftsrecht, Dialog mit lokalen NGOs sowie Zugang der Arbeiterinnen zu Information und Bildung. - Siehe auch: Hilfswerke fordern «faire Computer»
Donnerstag
29.03.2007