Der seit Anfang Jahr als neuer Direktor von Swissinfo/Schweizer Radio International (SRI) wirkende Beat Witschi hat grosse Pläne und will das Angebot für die über 600 000 AuslandschweizerInnen ausbauen und die «internationale Stimme der Schweiz» festigen. Witschi, der die Homepage CNN.com ausserhalb der USA mitaufgebaut hatte, übernimmt die Nachfolge von Nicolas Lombard, der in den Ruhestand getreten ist, wie der Sender am Mittwoch mitteilte. «Unsere neunsprachige Website soll qualitativ und inhaltlich ausgebaut werden. Das Angebot müssen wir weiterziehen, verbessern und attraktiver gestalten. Es bleibt noch einiges zu tun, um interaktiver, schneller und inhaltlich breiter zu werden. Zudem wollen wir versuchen, die Swissinfo-Site innerhalb der SRG SSR idée suisse besser zu verankern», erklärte er in der Medienmitteilung.
Speziell im Fokus hat er dabei vor allem die rund 90 000 AuslandschweizerInnen, die von ihrem Stimm- und Wahlrecht Gebrauch machen. In diesem Bereich gibt es bereits eine enge Zusammenarbeit mit der Auslandschweizer-Organisation (ASO), sowie der neu gegründeten parlamentarischen Gruppe «Auslandschweizer.»
Der studierte Anglist und Germanist Witschi begann 1988 als Radiojournalist bei Schweizer Radio International zu arbeiten. Später war er massgeblich an der Entwicklung und am Aufbau von www.swissinfo.org, der neunsprachigen News- und Informationsplattform beteiligt. Zuletzt war er Leiter Swissinfo Products. In dieser Funktion war er zuständig für die Content-Strategie, die Entwicklung der Site und die Produktestrategie. Witschi verfügt über internationale Erfahrung im Aufbau und Management multimedialer News-Plattformen im Internet. Er arbeitete von 1995-1999 als Journalist und Produzent bei CNN.com in Atlanta und war in den Jahren 2000/01 Mitglied des Management Teams von CNN.com in London. Hier war er am Aufbau der ersten weltweiten Newssite beteiligt, die CNN.com ausserhalb der Vereinigten Staaten aufbaute. «Mit Beat Witschi steht somit eine Person an der Spitze von Swissinfo/Schweizer Radio International, die in der Konvergenz von Journalismus und Multimedia über reiche Erfahrung verfügt», heisst es weiter.
Mittwoch
05.01.2005