Trotz deutlicher Einbussen in der Nachfrage sehen Anbieter sowie internationale und deutsche Veranstalter den Tagungsstandort Deutschland im Ranking erneut und mit Abstand auf Platz 1. Jeweils 80 Prozent beider Gruppen sind überzeugt, dass Deutschlands Image als Tagungs- und Veranstaltungsdestination immer besser wird, so das auffallend einmütige Ergebnis des Meeting- & EventBarometers 2010, der Studie, die am Dienstag auf der Messe IMEX in Frankfurt vorgestellt wurde. Initiatoren dieser Untersuchung sind der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC), das GCB German Convention Bureau e.V. und die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. (DZT).
Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise gingen die geschäftlich motivierten Reisen um 8 Prozent zurück. Während die traditionellen Geschäftsreisen (Gesamtanteil an den Geschäftsreisen von 53 Prozent) nur ein relativ moderates Minus von 3 Prozent im Jahresvergleich 2008/2009 verzeichnen, nahmen die Geschäftsreisen zu Messen und Ausstellungen sowie zu Kongressen, Tagungen und Events um 12 Prozent ab. Beliebtestes Bundesland der Veranstalter ist Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Die beliebtesten Metropolregionen sind Berlin-Potsdam, München mit seinem Umland sowie das Rhein-Main-Gebiet.
Insgesamt 2,46 Millionen Veranstaltungen fanden 2009 statt (minus 10,9 Prozent im Vergleich zu 2008), die mit 302 Millionen Teilnehmern besucht waren (minus 4,8 Prozent) - das entspricht der vierfachen Einwohnerzahl Deutschlands. Der Anteil der ausländischen Teilnehmer blieb mit 5,5 Prozent stabil. Die Anbieter wurden von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise unterschiedlich stark getroffen. So sank die Zahl der Veranstaltungen in den Veranstaltungszentren nur leicht um 1,5 Prozent. Die Eventlocations vermeldeten einen Rückgang um 5,3 Prozent, während die Tagungshotels einen Einbruch von 14,9 Prozent hinnehmen mussten.
Dienstag
25.05.2010




