Der Schweizer Werbemarkt hat in den vergangenen 4 Jahren 0,6 Mrd. Dollar verloren und rangiert mit 2,7 Mrd. Dollar Spendings im vergangenen Jahr hinter Polen auf dem 8. Rang unter den Top 10 der Werbemärkte in Europa. Wie Daniel Hofer, CEO Publicitas Promotion Network, an der Dreikönigstagung am Dienstag weiter ausführte, sieht er bei seinem Rundblick auf die globalen Printmedienmärkte lediglich in Asien und Teilen von Südost-Europa Anzeichen einer positiven Entwicklung, hält aber gleichzeitig fest, dass «kein globaler Trend» erkennbar sei. Gleichwohl ist er überzeugt, dass die Wachstumsraten der klassischen Medien, die vergangenes Jahr bei geschätzten 5% lagen, im laufenden Jahr sinken werden, um sich bis im Jahr 2007 auf dem Niveau von etwa 4,3% einzupendeln. Damit verbunden ist auch ein Verlust der Marktanteile von Zeitungen und Zeitschriften in Europa, wobei einzig der Bereich TV noch leicht zulegen werde. In seine Überlegungen zog Hofer auch die demografische Entwicklung mit ein und verwies auf das Beispiel USA, in denen die spanischsprachige Bevölkerung in den Jahren 1990 bis 2000 weit stärker gewachsen ist und damit auch ein neues Zielpublikum entstanden sei, das für Auflagensteigerungen bei spanischsprachige Ausgaben von US-Zeitschriften wie «People», «Glamour» oder «Newsweek» gesorgt habe.
Dienstag
11.01.2005