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Dienstag
11.01.2005

Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Presse, hat an der Dreikönigstagung am Dienstag in Zürich erneut gefordert, dass die Verleger in die Trägerorganisation des Schweizerischen Presserats aufgenommen werden. «Der Wind scheint gedreht zu haben. Die Presse wird härter angefasst, die Urteile fallen in der Schweiz und in Europa strenger aus», begründete der Verbandspräsident die Absicht der Verleger, in diesem Gremium mitzureden. «Die Verleger werden sich in nächster Zeit damit befassen müssen, wie sie die verlegerische Kontrolle redaktioneller Unabhängigkeit wahren wollen», sagte er weiter. «Es scheint mir untauglich, weiterhin um Aufnahme von Verhandlungen bei den Sozialpartnern zu buhlen», meinte Lebrument mit Blick auf die Weigerung der Sozialpartner Comedia und Impressum, den Verlegern einen Sitz in der Trägerorgansiation des Presserats zu gewähren. «Ich habe wenig Verständnis, Verhandlungen für einen GAV als ein Muss zu betrachten und Verhandlungen für den Eintritt der Verleger in den Presserat als eine zu vernachlässigende Sache einzustufen», kritisierte der Verbandspräsident das Verhalten der Sozialpartner.