«Erziehen Sie Ihre Verkaufsteams und Ihre Marketingabteilung, Online und ein bisschen Print zu verkaufen». Diese Forderung richtete Moritz Wuttke, Direktor Head of Business Development der Publigroupe, an die 450 Mediafachleute, die sich am Dienstag zur Dreikönigstagung des Verbands Schweizer Presse in Zürich eingefunden haben. Wuttke ist auf Grund der höheren Nutzung des Internets in Deutschland (58 Minuten pro Tag) gegenüber den Tageszeitungen (26 Minuten) überzeugt, dass Print und Online zusammen «echte USPs» besitzen, die mit einer differenzierten Strategie zu Erfolgen geführt werden können. «Machen Sie Leser zu glücklichen, konsumierenden Kunden (Online-Transaktionen)», fasste der Business Developper die Erkenntnisse auf einer Chart zusammen. Audience und Leserbindung seien auch im Internet das wichtigste Gut für den Verleger. «Nur die Inhalte sind anders als im Print», ergänzte Wuttke.
Als Beispiel für eine integrierte Branding- und Produkte-Kampagne, um die «echten USPs» ins beste Licht zu rücken, nannte Wuttke die Swissquote-Kampagne in der Lausanner Tageszeitung «Le Matin». Der Werbeauftraggeber wollte die Reichweite des Blattes nutzen und gleichzeitig direkt mit der Zielgruppe Kontakt aufnehmen. Dies sei Edipresse dank der stark besuchten «Le Matin»-Site möglich gewesen, auf der Bannerwerbung platziert wurde. Insgesamt habe Edipresse dadurch einen Kunden langfristig binden und jährliche Mehreinnahmen von etwa 65 000 Franken erzielen können.
Dienstag
11.01.2005