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Dienstag
11.01.2005

Der im vergangenen Jahr vollzogene Relaunch der «Basler Zeitung» (BaZ) ist bei der lesenden Bevölkerung des Halbkantons und angrenzender Gebiete offenbar auf Zustimmung gestossen. BaZ-Chefredaktor Ivo Bachmann erklärte an der Dreikönigstagung des Zeitungsveerlegereveerbandes in Zürich, dass seit der Auffrischung des Blattes 6000 Schnupper-Abos und 2000 neue Voll-Abos gezeichnet worden seien. Im Marktvergleich sei sogar eine «positive» Entwicklung im Anzeigenmarkt registriert worden. Allerdings habe die BaZ-Leserschaft lernen müssen, «mit einer journalistisch statt opportunistisch gemachten Zeitung zu leben», wie dies der unabhängige Journalist Peter Knechtli («Online-Reports») formuliert hatte. Dieser Prozess sei immer noch im Gange, mehr und mehr werde aber anerkannt, dass die neue BaZ «besser als es viele wahrhaben wollen» sei.

Vor den 450 geladenen Mediafachleuten zeichnete Bachmann den Weg auf, den man im vergangenen Jahr gegangen war, um der Zeitung wieder neuen Schwung zu verleihen. Dabei sei die Ausgangslage eher harzig gewesen, denn in der Regel feiere man jene, die dafür einstünden, dass es so bleibe, wie es war - «losgelöst von der Frage, ob es gut ist, wenn es bleibt, wie es war». Fakt sei aber gewesen, dass die Auflage um 15% gesunken sei, die Marktposition sich verschlechtert habe und die Leserschaft immer älter geworden sei. Konsequent habe das Blatt darum regionale Themen fokussiert, sich durch eigene Themen und Recherchen profiliert, den Mehrwert gesteigert und eine moderne Zeitungsdramaturgie eingeführt.