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Mittwoch
04.04.2007

Das vom deutschsprachigen Schweizer Fernsehen stolz als Living-Science-Projekt bezeichnete Vorhaben, lebende Menschen des 21. Jahrhunderts als Pfahlbauer der Jungsteinzeit leben zu lassen, ist einen Schritt weiter gediehen. Am Mittwoch hat SF1 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Sendefolge «Pfahlbauer von Pfyn» bekannt gegeben. Es sind dies zwei Paare mit Kindern und zwei jugendliche Einzelpersonen. Die entscheidenden Kriterien für diese Wahl gewesen seien «Erfahrungen im bäuerlichen Leben, handwerkliches Geschick und weitere spezielle Kenntnisse beispielsweise über Heil- oder andere Pflanzen, die für das Leben und Überleben in der Pfahlbauerzeit von Nutzen sein könnten», Schreibt SF1 dazu. Zudem seien eine robuste körperliche Konstitution und fernsehspezifische Kriterien wie Kommunikationsfähigkeit und Verhalten vor der Kamera ausschlaggebend gewesen. «Wir haben darauf geachtet, dass verschiedenste Fähigkeiten und Erfahrungen zusammenkommen, sodass die Gruppe als Ganzes gute Voraussetzungen hat, die vier Wochen als Pfahlbauer von Pfyn zu bestehen», so Projektleiter Thomas Schäppi zur Wahl.

Die eine Familie sind die 46-jährige Kindergärtnerin/Primarlehrerin Ursula Bots und der 45-jährige Berni Bots mit der 17-jährigen Tochter Veronica und dem 8-jährigen Sohn Matteo aus dem aargauischen Brittnau. Die zweite Familie besteht aus der 44-jährigen Babette und dem gleichaltrigen Jörg Mäder aus Feldbach am Zürichsee, sie Logopädin, er Primarlehrer/Werklehrer, mit den Töchern Flurina (12) und Flavia (11). Und schliesslich runden der 21-jährige Martin Imhof, Versicherungskaufmann aus Muotathal SZ und der 25-jährige Maschinenmechaniker/Student Christian Hinterberger aus Flawil SG die prähistorische Versuchsgruppe ab.

Die Teilnehmer müssen sich in den nächsten Wochen und Monaten intensiv auf ihre Pfahlbauerzeit vorbereiten - unter anderem auch in einem Trainings-Camp, in dem sie mit der steinzeitlichen Lebensweise und den wichtigsten Werkzeugen und Hilfsmitteln vertraut gemacht werden. - Siehe auch: Fernseh-«Pfahlbauer» können siedeln