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Montag
19.03.2007

Von Deutschland gehen einer Studie zufolge europaweit die meisten Sicherheitsrisiken im Internet aus: Das Land sei eine Hochburg des Phishing, und auch die meisten Spam-Server befänden sich hier. Einzig die USA sind ein beliebteres Domizil für Internet-Gauner, wie eine Studie des Internet-Sicherheitsunternehmens Symantec zeigte. Beim Phishing versuchen Kriminelle mit fingierten Websites, die sich als offizielle Internetseite etwa einer Bank ausgeben, vertrauliche Daten wie Kontonummer, Passwörter oder PIN «abzufischen».

Die Kriminellen hätten es mittlerweile fast nur noch auf Privatpersonen abgesehen, teilte Symantec am Montag in München mit: 99,4 Prozent aller kriminellen Angriffe zielten auf sie - ein halbes Jahr zuvor waren es noch 86 Prozent. Phishing sei nach wie vor eine der bevorzugten Methoden, um an vertrauliche Informationen zu kommen, teilte Symantec mit. Mehr als 1,5 Milliarden E-Mails, die Nutzer auf Phishing-Websites locken wollen, wurden von dem Unternehmen im zweiten Halbjahr 2006 abgefangen, insgesamt 19 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2005. Von den 50 weltweit aktivsten Schadprogrammen zielten 66 Prozent darauf ab, vertrauliche Daten abzugreifen.

Mit den Daten werde ein reger Handel getrieben. Es habe sich eine «Schattenwirtschaft» auf speziellen Servern etabliert, die zu 51 Prozent in den USA stünden, sagte Symantec-Sprecherin Candid Wüest. Gehandelt würden Kreditkartennummern, PINs und E-Mail-Adressen. «Eine Kreditkarte einschliesslich Authentizitäts-Nachweisnummer kostet dort maximal sechs Dollar, eine komplette Identität einschliesslich aller relevanten Daten wie der Ausweisnummer ist für 18 Dollar und weniger zu haben.»