Auch wenn der Markt schon gesättigt scheint, die Lust der Deutschen am Mobiltelefon bleibt ungebrochen. Die Marktteilnehmer müssen sich allerdings wärmer anziehen, denn die «Financial Times Deutschland» (FTD) erwartet einen verschärften Verdrängungswettbewerb, wie sie in ihrer Dienstagsausgabe schreibt. Im vergangenen Jahr kletterten die Kundenzahlen nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA um mehr als 10% auf rund 72 Mio. Nutzer. Damit besitzen inzwischen statistisch gesehen 9 von 10 Deutschen ein Handy. Der Grad der Marktdurchdringung, der wichtigste Indikator für potenzielles Wachstum, erreichte damit bereits 87%.
Marktführer unter den vier deutschen Anbietern blieb im vergangenen Jahr die Telekom-Tochter T-Mobile mit voraussichtlich rund 28 Mio. Kunden. Allerdings dürfte sich der Abstand zum Branchenzweiten Vodafone D2 weiter verringert haben. Ende des dritten Quartals hatte T-Mobile noch 1,3 Mio. Kunden mehr im Netz als der Düsseldorfer Konkurrent. E-Plus bedient 9,5 Mio. Handy-Kunden.
In diesem Jahr dürfte wegen der zunehmenden Verbreitung von Mobiltelefonen das Kundenwachstum allerdings geringer ausfallen, auch wenn der Trend zum Zweit-Handy anhalten sollte. In einigen Ländern wie Schweden liegt die Zahl der verkauften Handys bereits höher als die Zahl der Bevölkerung.
Dienstag
11.01.2005