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Dienstag
28.12.2004

Die Deutsche Telekom hat ihre Internettochter T-Online mit der Festnetzsparte T-Com fusioniert, um die Umsatzrückgänge in dieser grössten Konzerndivision zu stoppen. «Für das neue strategische Geschäftsfeld T-Com, inklusive T-Online, haben wir das Ziel, den Umsatz über die Jahre stabil zu halten», sagte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke in einem Interview der «Financial Times Deutschland» vom Dienstag. Der neue T-Com-T-Online-Chef Walter Raizner hat damit ein ehrgeiziges Ziel gesteckt erhalten. Von Januar bis Ende September war der Umsatz von T-Com um 5% auf 20,7 Mrd. Euro gesunken. Neue Angebote bei T-Online sollen das Wachstum nun beschleunigen. «Das Breitbandgeschäft ist eine potenzielle Goldmine», sagte Ricke. Im nächsten Jahr werde die Telekom verstärkt in das Geschäft mit der Internettelefonie einsteigen: «Wir werden die Möglichkeiten von Voice over IP ab 2005 für uns nutzen.»

Seine Hoffnungen setzt Ricke dabei auf Raizner, der die Sparte seit November führt. «Raizner hat eine schwere Aufgabe. Er muss T-Com quasi neu erfinden. Das Festnetzgeschäft ändert sich komplett durch Breitband, Telefonie über das Internet per Voice over IP sowie Medienangebote wie TV oder die Online-Videothek», sagte der Telekom-Chef. «Dadurch wird der Anschluss immer interessanter und hochpreisiger, weil immer mehr drin ist. Das ist eine Dynamik, die das Festnetzgeschäft unabhängig macht von der traditionellen Telefontechnik und vom Angriff des Mobilfunks.» - Mehr dazu: Keine Nachbesserung bei T-Online-Angebot und Telekom und Microsoft spannen zusammen