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Samstag
14.04.2007

Amerikanische Wahlkampfberater beobachten den französischen Wahlkampf offenbar sehr genau, da das Internet mittlerweile die Rolle eines Schlüsselmediums angenommen hat, berichtete die britische Agentur Reuters am Freitag. Vertretungen in Second Life, Kandidaten-Webseiten, Blogs sowie eine Online-Debatte der wichtigsten Kandidaten sollen die Amerikaner beeindruckt haben, und sie denken ernsthaft darüber nach, sich die innovativen Ideen für die 2008 anstehenden US-Präsidentschaftswahlen abzuschauen. «Das Internet ist eine nicht zu vernachlässigende Grösse im Wahlkampf geworden», zitiert der Internetdienst Pressetext dazu Dominik Meier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung.

Mike Murphy, Wahlkampfstratege für die Republikaner, habe die Verwendung von Webvideos auf der Seite von Nicolas Sarkozy bewundert. David Mercer, Aktivist für die Demokraten, sei wiederum beeindruckt von Ségolène Royal, der Sozialisten-Kandidatin. «Was mich bei Ségolènes Kampagne inspiriert, ist der Einsatz des Internets als Netzwerkinstrument», zitiert Pressetext Mercer. Hinzu kommt laut Dominik Meier die interne Mobilisierung der eigenen Mitglieder und Wähler, die auch eine der zentralen Funktionen des Internets im Wahlkampf sei. «Über das Internet können Botschaften auf schnelle und aktive Weise diskutiert werden», sagt Meier weiter.