Die französische Polizei befragt die beiden grössten französischen Filmstars Catherine Deneuve und Gérard Depardieu im Zusammenhang mit einer undurchsichtigen Geldwäsche-Affäre, wie Yahoo.de am Freitag meldet. Ermittler einer Sondereinheit verhörten beinahe 5 Stunden lang die 61-jährige Deneuve wegen ihrer finanziellen Beziehungen zu dem flüchtigen algerischen Milliarden-Pleitier Abdelmoumène Rafik Khalifa. Nächste Woche soll auch Depardieu zu dem Fall aussagen.
Khalifa hatte 2002 mit grossem Pomp den Start seines Fernsehsenders gefeiert und dazu neben Deneuve und Depardieu unter anderem die Sänger Sting und Bono, Supermodel Naomi Campbell sowie die US-Schauspielerinnen Melanie Griffith und Pamela Anderson in seine Villa an der Côte d'Azur geladen. Deneuve erhielt für ihre PR-Aktivitäten rund 50 000 Euro. Khalifa TV erlitt bald Schiffbruch.
Depardieu hatte den Algerier gegen Vorwürfe in Schutz genommen, er verdanke sein Vermögen der Geldwäsche für algerische Generäle, die ihr Land um seine Öleinnahmen geprellt hätten. Der 38-jährige Khalifa wird inzwischen von Interpol wegen Betrugs- und Geldwäscheverdachts gesucht.
Samstag
08.01.2005