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Dienstag
20.03.2007

Am 1. April verliert die Swisscom ihr Monopol auf der letzten Meile. Künftig können alle Telekomanbieter bei ihr den Kupferdraht zwischen Ortszentrale und Hausanschluss mieten. Die Swisscom verlangt dafür 31 Franken pro Monat und Anschluss. Die Swisscom habe diesen Preis nach einer vom Bundesrat in der Fernmeldeverordnung vorgegebenen Methode berechnet, sagte Ueli Dietiker, Chef von Swisscom Fixnet, am Dienstag vor den Medien in Bern. Der Preis liege deutlich über dem europäischen Durchschnittswert von 17.50 Franken.

Der wichtigste Grund dafür seien die höheren Baukosten in der Schweiz, sagte Dietiker. Insgesamt habe die Swisscom in der Schweiz rund 60 000 Kilometer Kupferleitung verlegt. Der Wert dieser Infrastruktur betrage schätzungsweise 15 bis 20 Milliarden Franken. Dietiker geht davon aus, dass die Swisscom-Konkurrenz mit dem Mietpreis ein attraktives Angebot erstellen kann. Denn über die Anschlussleitung könne eine Vielzahl von Angeboten offeriert werden - bis hin zu Breitband-Internet. Die Swisscom nehme im Schnitt pro Kunden 89 Franken monatlich ein. - Siehe auch: Preis für letzte Meile wird von Konkurrenz als zu hoch erachtet