Das Institut für Journalismus und Kommunikation MAZ steckt in den roten Zahlen fest.
Der Betriebsertrag sank 2025 gegenüber dem Vorjahr von 4,97 Millionen auf 4,12 Millionen Franken. Der Nettoerlös aus Leistungen ging von 4,81 Millionen auf 3,97 Millionen Franken zurück – ein Minus von 840’000 Franken.
Besonders stark betroffen war neben dem Journalismusbereich überraschend auch die Kommunikationsausbildung.
Wie Finanzchef Christian Flückiger im Jahresbericht schreibt, lag der Umsatz im Bereich Kommunikation rund 700’000 Franken unter Budget und Vorjahr. Mehrere längere Lehrgänge konnten wegen zu tiefer Buchungszahlen gar nicht gestartet werden. Auch kürzere Formate seien schwächer nachgefragt worden.
Im Bereich Journalismus erreichte der Umsatz mit 1,97 Millionen Franken laut Flückiger den tiefsten Stand im Fünfjahresvergleich. Als Gründe nennt das MAZ die Krise der Medienbranche, die wirtschaftspolitische Unsicherheit sowie die zunehmende Konkurrenz durch Fachhochschulen und andere Weiterbildungsanbieter.
Auch der KI-Boom habe Spuren hinterlassen: Zwar habe das MAZ früh ein breites Angebot aufgebaut, doch hätten viele Konkurrenten rasch ähnliche Formate lanciert.
Operativ resultierte ein Minus von 1,53 Millionen Franken nach einem Minus von 1,34 Millionen im 2024. Dank Bundesbeiträgen von 677’000 Franken, Beiträgen der Stifter von 433’600 Franken sowie eines starken Börsenjahres mit einem Finanzertrag von 490’732 Franken reduzierte sich der Jahresverlust schliesslich auf 114’164 Franken.
2024 hatte das MAZ noch einen Gewinn von 173’17 Franken ausgewiesen.




