Der Münchner Bezahl-TV-Sender Premiere AG will im März 2005 an die Frankfurter Wertpapierbörse gehen. Das haben Gesellschafter und Vorstand am vergangenen Wochenende beschlossen. Das Bankenkonsortium steht bereits: 11 deutsche und ausländische Banken - darunter die Bayerische Hypo- und Vereinsbank, Credit Suisse First Boston und Morgan Stanley - werden Premiere beim Gang an die Börse begleiten. «Ein wichtiger Teil der Emission soll aus einer Kapitalerhöhung stammen», teilte der Sender am Montag laut der deutsche «Financial Times» in München mit, ohne ein genaues Volumen zu nennen.
Die Details des Börsenangebots wollen die Gesellschafter gemeinsam mit den Konsortialbanken in den kommenden Wochen festlegen. Durch die Ausgabe neuer Aktion sollen Premieren voraussichtlich mehrere 100 Mio. Euro zufliessen. Bei der Aktien-Zuteilung sollen Premiere-Abonnenten bevorrechtigt werden und sollen auch bei grosser Nachfrage eine gewissen Mindestmenge an Aktien zum Emissionspreis erhalten.
Premiere verfügt mittlerweile über 3,25 Millionen Abonnenten. In den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2004 hat Preimere einen Umsatz in Höhe von 720 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 66 Mio. Euro erwirtschaftet. Die wirtschaftlichen und operativen Kennzahlen des Gesamtjahres 2004 sollen am 1. Februar veröffentlicht werden.
Montag
17.01.2005