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Donnerstag
16.12.2004

Nicht nur die Walliser sind schockiert über den Entscheid des Stadtrats von Siders, dem internationalen Comic-Festival die finanzielle Basis zu entziehen: Auch die Waadtländer bieten Überlebenshilfe an. Zunächst wollen die Walliser Nationalräte Jean-Noël Rey (SP) und Christophe Darbellay (CVP) das Festival retten. Die Waadtländer PdA ihrerseits setzt sich für einen Umzug des Anlasses nach Lausanne ein. «Wir sind dabei, ein Unterstützungskomitee zu gründen», sagte Nationalrat Christophe Darbellay am Donnerstag der sda und bestätigte einen Bericht der Zeitung «Le Nouvelliste». Mit Pierre Kohler (CVP/JU) und Roger Nordmann (SP/VD) hätten zwei weitere Nationalräte ihre Hilfe zugesagt. Darbellay zeigte sich «schockiert» vom Entscheid der Stadt Siders, das Comic-Festival künftig nicht mehr zu unterstützen. Die Bedeutung des Anlasses verdient nach Ansicht des CVP-Nationalrats einen Rettungsversuch. «Es geht um das Image des Wallis», sagte Darbelley.

Unterstützung haben die Festivalmacher am Donnerstag auch von Seiten der Waadtländer PdA erhalten. Nach Meinung der Partei soll das Festival künftig in Lausanne stattfinden. Der Stadtregierung werde vorschlagen, für die Ausgabe 2005 einen Kredit von 200 000 Franken zu sprechen, teilte die Partei mit. «Die Unterstützungsbewegung freut uns sehr», erklärte Festivalpräsident Charly Quinodoz gegenüber der SDA. Seinen Angaben zufolge haben bereits vier Westschweizer Städte ihr Standortinteresse für die Austragung des Comicfestivals kundgetan. Ein Umzug des Anlasses sei damit nicht ausgeschlossen, unterstrich der Festivalpräsident.